Verschwörungstheorie im Namen von Anonymous

Egal ob “Spiegel”, “Bild” oder die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF – seit Montagabend sehen sich viele große deutsche Medien mit der Kritik erboster Bürger konfrontiert: Vor allem via Facebook, aber auch per E-Mail und Telefon erreichten die Redaktionen massenweise Beschwerden über das angebliche Totschweigen von Protestveranstaltungen, die als “Montagsdemonstrationen” in mehreren deutschen Städten stattfanden.

Mein Artikel dazu bei ZAPP, außerdem bin ich als Gesprächsgast im Medienmagazin “Töne, Texte, Bilder” auf WDR 5. Das der Unmut über die Berichterstattung der deutschen Medien breiter ist als die Verschwörungstheoretiker-Ecke, beschreibt dieser ZAPP-Beitrag.

Mit Smartphone-Videoclip aufs Filmfestival

Der freudige Anlass gestattet die etwas großsprecherische Überschrift: Meine mit dem Smartphone dokumentierte Randszene der Hamburger Demonstration vom 21. Dezember 2013 (“Beamten-Ballet”) ist die Basis für den Trailer der 11. Dokumentarfilmwoche Hamburg geworden:

Die Veranstalter schreiben dazu:

Wir finden, dass er so manche Begebenheit der letzten Monate in dieser Stadt ganz gut und ohne weiteren Kommentar auf den Punkt bringt. Während des Festivals wird es allerdings nicht bei diesem einen Trailer bleiben. Nachdem Fiete Stegers den Clip nach der Demonstration vom 21.12.2013 auf seiner Homepage veröffentlicht hat, ging im Anschluss das große Remixen los. Die besten Remixe werden wir an den Festivaltagen an Stelle des Originals einsetzen und wer weiß – vielleicht kommen ja sogar jetzt noch welche dazu…

Vortrag auf der Social Media Week Hamburg

Ich habe gestern auf der Social Media Week Hamburg über offenen Journalismus gesprochen.


Die Folien zu meinem auf Vorarbeit von Daniel Bröckerhoff beruhenden Vortrag gibt es hier nachzulesen.

“Open Journalism” auf der SMW HH

Am Freitag, 21. Februar, spreche ich im Rahmen der Social Media Week Hamburg auf Einladung von Vocer zum Thema “Open Journalism – was kann das?”.

Stichwort Offenheit: Wie man an der URL noch sehen kann, war zunächst der Kollege Daniel Bröckerhoff angefragt. Die Veranstaltung findet um 13:30 Uhr in der Macromedia Hochschule statt – und es gibt noch Plätze.

Quengelnde Sportjournalisten auf Twitter

Bei Zapp: Länder, Sitten, Sotschi und die Journalisten

Die Entdeckung der Klobürste – aber wer ist der Erfinder?

Am Dienstag wunderte ich mich über eine Szene in einem Beitrag des ARD-Nachtmagazins über das Hamburger Gefahrengebiet. Sie zeigte die Durchsuchung eines mit erhobenen Mannes an ein Polizeifahrzeug gestellten Mannes am Montagabend:

 

Gekreuzte Klobürsten am Yoko Mono

Auf Twitter war ich damit laut Topsy einer der ersten, soweit sich das nachhalten lässt.
Den weiteren Weg der Klobürste zum Internet-Mem und Protestsymbol im Gefahrgebiet habe ich im ZAPP-Blog nachgezeichnet.

In den nächsten Stunden erscheint auf Twitter ein Foto, dass den wahrscheinlich ebenso verdutzen Beamten mit der Klobürste in der Hand zeigt. Bildunterschrift: “Bulle mit Klobürste in der Hand in der Tagesschau: Priceless”. Mehr als hundert Twitter-Nutzer verteilen das Foto weiter. Außerdem wird die Klobürste in ein bekanntes Bild des Streetart-Künstlers Banksy montiert, bei dem schon im Original ein Autonomer statt eines Böllers oder Pflastersteins einen Blumenstrauß wirft. Im St.-Pauli-Piratenlogo ersetzen Klobürsten die gekreuzten Knochen. Auch ein Ausschnitt des Videos wird in Sozialen Netzwerken weitergereicht.

Am Dienstagabend begegnet mir die Klobürste abends im Schanzenviertel auf der Straße: Ein Demonstrant trägt sie demonstrativ in der Hand.

Demonstrant mit KlobürsteAuch das ARD-Nachtmagazin greift das Thema noch einmal auf, inklusive O-Ton von mir. In einem Interview mit der BR-Jugendwelle Puls erläuterte ich das Thema ausführlich.

Andere Medien sind inzwischen auch eingestiegen, dpa verbreitet das St.-Pauli-Klobürstenlogo (Ursprung konnte ich nicht zweifelsfrei klären) über seinen Bilderdienst. Am Samstag ist die Klobürste bei einem “Brushmob” auf St. Pauli allgegenwärtig. Eine Frage aber bleibt:

Wer hat sich aber tatsächlich als erster eine Klobürste in den Hosenbund geschoben?

Trotz Film- und Fotokameras ist der Kontrollierte unbekannt. Was hat ihn dazu bewogen – wirklich die Spiegel-Geschichte über Klobürsten für die Elbphilharmonie zum Stückpreis von 292 Euro (die dann doch nicht bestellt wurden), wie manche vermuten? Stammt die Idee woanders her? Haben die Polizisten die Klobürste konfisziert? Das würde mich interessieren

Wenn sich jemand bei der von einer Bildagentur gefilmten und im Nachtmagazin gefilmten Szene erkennt oder Kontakt vermitteln, kann er oder sie sich gerne bei mir melden, natürlich vertraulich.


30. Chaos Communication Congress (30C3) in Hamburg

Mein Bericht von der Jahreskonferenz des Chaos Computer Clubs in Hamburg bei NDR.de: CCC-Congress: Hacker vs. Geheimdienste

Und der der Kollegin Carolin Fromm: Abseits des virtuellen – wenn Hacker basteln