Facebook-Timeline verpflichtend für alle Nutzer

Was heißt das? Ich war zu Gast für ein Studiogespräch bei NDR Info – hier das Audio.

US-(Vor-)Wahlkampf im Internet

Für tagesschau.de habe ich geschaut, was sich diesmal aus dem US-Internetwahlkampf ablesen lässt und dazu auch mit Tim Grieve von Politico gesprochen. Die längere Version des Gesprächs mit Grieve mit Fragen zu seiner Website und twitternden Reportern gibt’s bei onlinejournalismus.de.

Studiogast zum Thema SOPA

Heute war ich zum Thema Proteste gegen SOPA zu Gast in der Sendung EinsExtra AktuellVideo. tagesschau.de hat dazu auch Markus Beckedahl (Netzpolitik, Digitale Gesellschaft) interviewt.

“Gilt als” ist schlechte Journalistensprache


Text“Der Mormone Romney gilt als Favorit, …” (Die Welt), “Die Rückkehr zur Drachme gilt als Horrorvision” (Die Presse), die Stadt Radda im Jemen “gilt als wichtiger Transit-Knotenpunkt” (Spiegel Online) und der Berliner Hauptbahnhof als “Meisterwerk der Ingenieure” (Tagesspiegel).

Aber “gilt als” gilt als ist in dieser Form schlechte Journalistensprache.

Im besten Falle bedeutet ein nacktes “gilt als”, dass der Schreiber/Sprecher zu faul ist, genauer anzugeben, für wen oder unter welchen Voraussetzungen A als B gilt. “Jüngsten Umfragen zufolge”? “In der gesamten Branche?” “Unter rothaarigen Polizisten mit Fußballinteresse?” “Laut FAZ” oder “Wikipedia zufolge”?

Häufig soll das “gilt als” aber verschleiern, dass es gar keine nähere Quelle für diese Einschätzung gibt – oder dass sie verschwiegen wird, weil der Schreiber/Sprecher ihr selbst nicht traut. Ein “gilt als” – diese leichte Distanzierung verleiht dem Journalisten den Anschein von Objektivität, während zugleich die beschriebene Zuschreibung durch nicht näher definierte Autoritäten schon fast umumstößlich ist. Sehr bequem – so wie die berühmt-berüchtigten “politischen Beobachter”, die der Journalist im Zweifel alles sagen lassen kann, was er will und sich unter eigenem Namen nicht traut.

Das Publikum hat keine vagen “gilt als” verdient. Stattdessen sollten Journalisten ihm sagen, wer genau etwas so betrachtet, oder noch besser, wie etwas ist. Oft genug sind die Fakten offensichtlich: In einem bestimmten Wahlkreis war die SPD historisch immer erfolgreich, in einer Region Afghanistans, in der Anschläge und Kämpfe stattfinden, sind die Taliban stark – alles Gerede von “gilt als Hochburg” verschleiert das nur. Einordnung statt Verschanzen hinter falscher Objektivität.


(Und jetzt Daumendrücken, dass mich jetzt niemand an eine eigene “gilt als”-Sünde der Vergangenheit erinnert).

Twitter-Revolutionäre, Piraten im Parlament und Guttenbergs Kritiker-Schwarm

Das Internet als Beschleuniger der arabischen Revolutionen, der sensationelle Wahlerfolg der Piraten in Deutschland, die Debatte um Facebook und andere Datenkraken, digitaler Druck auf Dr. zu Guttenberg und der Tod des Apple-Visonärs Steve Jobs: Diese Momente haben die Netzwelt 2011 geprägt. (tagesschau.de – Teil1, Teil 2).

Fachbuch “Texten fürs Web”

Für onlinejournalismus.de habe ich das Buch “Texten fürs Web: Planen, schreiben, multimedial erzählen” von Stefan Heijnk rezensiert.

Erst twittern, dann schießen

Social-Media in der Kriegsführung: Hyperland.