Archive for November, 2011

Daten-Dialog: Google gibt den Guten

Aus der Kontroverse um StreetView hat Google gelernt: Der Internetkonzern lud zum Dialog mit Politiker, Datenschützer und Journalisten über die Frage, wie Privatsphäre im Netz jetzt und in Zukunft aussehen soll. Die Konferenz ist Teil einer ganzen Reihe von Maßnahmen, mit denen Google sich in Berlin um gut Wetter bemüht.

(tagesschau.de)

Wenn der Firmencomputer umgangen wird

Einen Drucker anschließen? Den Büro-Kalender mit dem Handy synchronisieren? Oder gar Shareware installieren? Ohne Segen der IT-Abteilung ist da in Großunternehmen nichts zu machen. Zumindest offiziell nicht. Denn die sogenannte Schatten-IT ist schon längst Realität.

(Hyperland)

Das “Open-Source-Auto”

Projekt Streetscooter: Wie Autobauer aus der Computerwelt lernen (Hyperland)

Nach Zwickau: Checkliste für Innenpolitiker

Irgendwie scheint es Innenpolitikern und Sicherheitsexperten nach den Enthüllungen über die jahrelangen verdeckten Aktivitäten mutmaßlicher Mörder aus dem rechtstremistischen Millieu (“Nationalsozialistischer Untergrund”) die Sprache verschlagen zu haben. Wo sonst nach Anschlagsdrohungen oder Verdacht auf terroristisische Aktivitäten reflexhaft der Ruf nach der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung oder andere Forderungen nach neuen staatlichen Überwachungsmaßnahmen laut werden, kommt diesmal – nichts.

Als kleiner Service deshab die wichtigsten zu fordernden Punkte für die nächsten Tage in übersichtlicher Form:

• obligatorische Überprüfung von Fingerabdrücken beim Abschluss von Mietverträgen
• Ausweispflicht für Internet-Café-Besucher
• Prüfung aller gesetzlichen Maßnahmen gegen sogenannte Killer-Spiele/Ego-Shooter Zeichentrickfilme mit dem “Rosaroten Panther”
• Verkaufsverbot oder alternativ Aufbau von Stoppschildern vor Spindelstapeln von unbespielten DVD-Rohlingen
• Verkauf von videofähigen Kameras nur nach Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses, bei Handys alternativ Verpflichtigung der Hersteller zur Deaktivierung der Funktion
• zentrale Datei aller Wohnmobil-Vermietungen, notfalls auch gegen den Widerstand der Camper-Lobby
• Nutzung der vorhandenen Infrastruktur zur Lkw-Mautabrechung zur Rasterfahndung nach auffälligen Bewegungsprofilen von Caravan-Fahrern
• Ausbau der Kamera-Überwachung an Kiosken, Gemüseläden, Döner-Imbissen und ganz oder teilweise von schwarzhaarigen Männern betriebenen Einrichtungen mit Publikumsverkehr
• zentrale Hotline zur Meldung von Verdachtsmomenten (häufig parkende Autos mit fremden Kennzeichnen etc.) an den Staatsschutz inklusive Bereitstellung einer www-Präsenz zur anonymisierten, verschlüsslten Tippabgabe (“RechtsStaatLeaks”)
• Entwicklung eines Trojaners, der Inhalte des Zielrechners auf die Speicherung von Informationen über schwerwiegende Kriminalität und Terrorplanungen abgleicht
 • sowie, natürlich, die Vorratsdatenspeicherung

Update, 17.10.2011
Auf Herr Uhl war natürlich Verlass: “Besser Vorratsdatenspeicherung als ein NPD-Verbot”

Elektronic Arts reagiert auf wütende Spielerproteste

Sie wollten doch nur ballern: Verärgert mussten PC-Spieler festellen, dass das heißbegehrte Kriegsspiel “Battlefield 3″ nicht nur durch brilliante Grafik sondern auch durch sein Kleingedrucktes auffiel: Nutzer befürchteten, dass ihre Rechner ausspioniert würden. Jetzt hat Hersteller Electronic Arts auf die wütenden Proteste reagiert. (tagesschau.de)