Seit 2007 können auch Onlinejournalisten Geld für Texte bekommen, die sie bei der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) melden – wie es für Print-, Radio- und Fernsehjournalisten schon seit langem möglich ist. Doch das neue Online-Meldeverfahren ist vor allem eines: ungeheuer kompliziert. Warum nur? Annette Wagner von der VG Wort musste im Interview mit onlinejournalismus.de viele Fragen beantworten.
Von wegen Klassik = konservativ. Moderne Klassik-Musiker bloggen aus dem Konzertsaal, lassen sich für YouTube interviewen und bieten ihre Musik als Live-Stream an. Ganz vorne dabei in NRW sind die Duisburger Symphoniker. (WDR)
Die Urlaubslektüre, die genau den eigenen Geschmack trifft, das Lied, das perfekt zur augenblicklichen Stimmung passt: Können solche persönlichen Tipps von Computerprogrammen kommen? So genannte Empfehlungsmaschinen wollen für Internetnutzer die Hinweise von Freunden und die Beratung durch Fachhändler ersetzen. Bekanntes Beispiel ist das Online-Kaufhaus Amazon. Musik-Websites kommen kaum noch ohne Empfehlungsmaschinen aus. Solche Software beobachtet das Einkaufs- oder Hörverhalten genau und merkt sich die Vorlieben und Abneigungen der Nutzer. Wie funktioniert das? Die Macher der Musikplattformen Last.fm und Pandora erzählen, wie sie jedem ihrer Nutzer das perfekte persönliche Radio erschaffen wollen.
Konsumgüter wie Musik und Bücher sind aber nicht einzigen Anwendungsgebiete für Empfehlungsmaschinen: Wo werden sie noch eingesetzt? Und welche Folgen hat es künftig, wenn Algorithmen Stilberater spielen – für unseren persönlichen Geschmack und unser Konsumverhalten?
Der Umgang mit privaten Daten in Internet-Netzwerken beschäftigt heute den Bundestag. Jugendliche Nutzer müssen geschützt werden, fordern die Grünen von der Bundesregierung. Prinzipiell sei der Vorstoß richtig, meint der Internet-Experte Gasser. Er gibt aber zu bedenken, dass die Ursachen solcher Probleme nicht allein im Internet liegen: “Online werden die gemobbt, die auch in der Schule gemobbt werden.” (tagesschau.de)