Archive for the 'Internet allgemein' Category

Vortrag auf der Govermedia 2014

Heute Abend bin ich auf Einaldung der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation in Strausberg zu Gast beim Auftakt zum Symposium Govermedia. Das Thema, der Veranstaltung, die sich an Kommunikationsverantwortliche von Behörden richtet, lautet “Monitoring – was geht?”. Mein Vortrag:

Wir. Twittern. Amtlich.
Ganz offiziell ungezwungen sein – die Chancen und Tücken der behördlichen Social-Media-Kommunikation aus der Außenperspektive am Beispiel Bundeswehr

Auftakt zur Republica 2014: Das verflixte achte Jahr

Ist die Internetkonferenz “re:publica” noch ein kuscheliges Blogger-Klassentreffen wie zu Anfangszeiten? Natürlich schon lange nicht mehr. 6000 Menschen kommen, inklusive David Hasselhoff. Will ich mit dem auf einer Stufe stehen? Über das verflixte achte Jahr der Veranstaltung schreibe ich aus Außensperspektive für ZAPP.

Freitag-Blogger “Siegstyle” spricht von der “Quatschbude der Nation” und sieht die “re:publica” schon auf dem Weg zum lästigen Pflichtermin wie die CebIT. Das sehe ich nicht ganz so, aber in Sachen Lobo-Effekt (viel Reden, viel Verpuffung) hat er recht, das wollte ich in meinem ZAPP-Text ursprünglich auch erwähnen.

Thomas Knüwer regt sich (natürlich) wieder über die lieben Kollegen auf und zaubert einen trockenen Text über die kommende re:publica-Berichterstattung – “zusammengestellt aus Originalartikeln klassischer Medien von 2007 – 2013″. Einen Seitenhieb auf den “täglichen Technik-Hass des deutschen Journalismus” wird er auch noch los. Trotzdem lesenswert.

Lesenswert auch diese Einführung für Neueinsteiger: Was passiert auf der #rp14, wo gehe ich hin. Diese Auswahl empfehlen die Veranstalter selbst.

Und hier gibt es die Übersicht über die Livestreams und Videos von der Konferenz.

Verschwörungstheorie im Namen von Anonymous

Egal ob “Spiegel”, “Bild” oder die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF – seit Montagabend sehen sich viele große deutsche Medien mit der Kritik erboster Bürger konfrontiert: Vor allem via Facebook, aber auch per E-Mail und Telefon erreichten die Redaktionen massenweise Beschwerden über das angebliche Totschweigen von Protestveranstaltungen, die als “Montagsdemonstrationen” in mehreren deutschen Städten stattfanden.

Mein Artikel dazu bei ZAPP, außerdem bin ich als Gesprächsgast im Medienmagazin “Töne, Texte, Bilder” auf WDR 5. Das der Unmut über die Berichterstattung der deutschen Medien breiter ist als die Verschwörungstheoretiker-Ecke, beschreibt dieser ZAPP-Beitrag.

Quengelnde Sportjournalisten auf Twitter

Bei Zapp: Länder, Sitten, Sotschi und die Journalisten

Die Entdeckung der Klobürste – aber wer ist der Erfinder?

Am Dienstag wunderte ich mich über eine Szene in einem Beitrag des ARD-Nachtmagazins über das Hamburger Gefahrengebiet. Sie zeigte die Durchsuchung eines mit erhobenen Mannes an ein Polizeifahrzeug gestellten Mannes am Montagabend:

 

Gekreuzte Klobürsten am Yoko Mono

Auf Twitter war ich damit laut Topsy einer der ersten, soweit sich das nachhalten lässt.
Den weiteren Weg der Klobürste zum Internet-Mem und Protestsymbol im Gefahrgebiet habe ich im ZAPP-Blog nachgezeichnet.

In den nächsten Stunden erscheint auf Twitter ein Foto, dass den wahrscheinlich ebenso verdutzen Beamten mit der Klobürste in der Hand zeigt. Bildunterschrift: “Bulle mit Klobürste in der Hand in der Tagesschau: Priceless”. Mehr als hundert Twitter-Nutzer verteilen das Foto weiter. Außerdem wird die Klobürste in ein bekanntes Bild des Streetart-Künstlers Banksy montiert, bei dem schon im Original ein Autonomer statt eines Böllers oder Pflastersteins einen Blumenstrauß wirft. Im St.-Pauli-Piratenlogo ersetzen Klobürsten die gekreuzten Knochen. Auch ein Ausschnitt des Videos wird in Sozialen Netzwerken weitergereicht.

Am Dienstagabend begegnet mir die Klobürste abends im Schanzenviertel auf der Straße: Ein Demonstrant trägt sie demonstrativ in der Hand.

Demonstrant mit KlobürsteAuch das ARD-Nachtmagazin greift das Thema noch einmal auf, inklusive O-Ton von mir. In einem Interview mit der BR-Jugendwelle Puls erläuterte ich das Thema ausführlich.

Andere Medien sind inzwischen auch eingestiegen, dpa verbreitet das St.-Pauli-Klobürstenlogo (Ursprung konnte ich nicht zweifelsfrei klären) über seinen Bilderdienst. Am Samstag ist die Klobürste bei einem “Brushmob” auf St. Pauli allgegenwärtig. Eine Frage aber bleibt:

Wer hat sich aber tatsächlich als erster eine Klobürste in den Hosenbund geschoben?

Trotz Film- und Fotokameras ist der Kontrollierte unbekannt. Was hat ihn dazu bewogen – wirklich die Spiegel-Geschichte über Klobürsten für die Elbphilharmonie zum Stückpreis von 292 Euro (die dann doch nicht bestellt wurden), wie manche vermuten? Stammt die Idee woanders her? Haben die Polizisten die Klobürste konfisziert? Das würde mich interessieren

Wenn sich jemand bei der von einer Bildagentur gefilmten und im Nachtmagazin gefilmten Szene erkennt oder Kontakt vermitteln, kann er oder sie sich gerne bei mir melden, natürlich vertraulich.


30. Chaos Communication Congress (30C3) in Hamburg

Mein Bericht von der Jahreskonferenz des Chaos Computer Clubs in Hamburg bei NDR.de: CCC-Congress: Hacker vs. Geheimdienste

Und der der Kollegin Carolin Fromm: Abseits des virtuellen – wenn Hacker basteln

Hamburger Polizei-Ballett: I got remixed!

Gestern habe ich einen unbedeutenden, aber auf seine Art vielsagenden Nebenaspekt der Rote-Flora-Demonstration in Hamburg mit dem Smartphone festgehalten.

Das Video wurde unter anderem vom (stark frequentierten) Hamburger Lokalblog Mittendrin und von Extra 3 verlinkt – und reizte offenbar zum Remixen.

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